F1: Direkte Finalqualifikation geschafft
Der Erstplatzierte der Vorrunde qualifiziert sich direkt für das Finale am Sonntag, den 12.9.10 in Jona. Vor der letzten Vorrunde standen wir punktgleich mit Wigoltingen an der Tabellenspitze, waren aber wegen dem schlechteren Satzverhältnis der Direktbegegnung nur auf Platz zwei. Um die Vorrunde auf Platz eins zu beenden mussten wir also unsere beiden Partien gewinnen und auf einen Patzer von Wigoltingen hoffen.
Ein Bericht von Simone Estermann
Im ersten Spiel gegen Amsteg war also ein Sieg Pflicht. Vor zwei Wochen mussten wir uns gegen die Urnerinnen nach einer schlechten Leistung geschlagen geben. Das sollte uns nicht noch einmal passieren. Mit viel Schwung starteten wir in die Partie, die Defensive war von Beginn an bereit und kämpfte um jeden Ball, während wir in der Offensive unsere Chancen nutzten. Die Urnerinnen ihrerseits begingen im ersten Abschnitt viele Eigenfehler. So hatten wir relativ leichtes Spiel und konnten uns Punkt um Punkt absetzen. Vor zwei Wochen konnten wir den ersten Satz ebenfalls locker verbuchen, bevor wir in den kommenden Abschnitten von den Urnerinnen überrannt wurden. Wir waren also gewarnt. Dennoch konnten wir den Schwung nicht mitnehmen, Amsteg erspielte sich in Satz zwei gleich einen 3:0 Vorsprung. Gegen den Wind taten wir uns weiterhin schwer und liefen diesem 3-Punkte Rückstand bis zum Satzball bei 10:7 hinterher. Mit einem Servicepunkt gefolgt von einem Servicefehler des Gegners, schafften wir den Anschluss. Das Spiel wog nun hin und her, es war ein offener Schlagabtausch. Wir behielten die Nerven und setzten uns am Ende knapp mit 14:12 durch. Amsteg war sichtlich geschockt, fand im dritten Satz nur schlecht ins Spiel. Wir hatten das Spielgeschehen scheinbar im Griff, 7:3 war die zwischenzeitliche Führung. Dann kam wieder einmal unsere Baisse, Fehler reihte sich an Fehler. Amsteg bekam Aufwind und zog bis zum 8:7 davon. Nun endlich konnten wir wieder einen Punkt verbuchen. Dies wirkte befreiend. Nun hielten wir wieder dagegen und erspielten uns sogar einen Matchball. Ein Ausball des Gegners brachte dann die Entscheidung.
Schlieren - Amsteg 3:0 (11:6, 14:12, 11:9).
In der zweiten Partie ging es gegen ein geschwächtes Embrach. Die Hauptangreiferin zog sich im Spiel davor einen Bänderriss zu, was eine komplette Umstellung der Mannschaft erforderte. Wir unsererseits wollten das Spieldiktat somit von Anfang an in die Hand nehmen und die versunsicherten Unterländerinnen von Beginn an unter Druck setzen. Es blieb beim Vorsatz. Wir starteten schlecht in die Partie und fanden nie zu unserem Spiel. In der Abwehr mussten wir dem Gegner immer wieder unnötige Punkte zugestehen und der Angriff war über weite Strecken harmlos. So machten wir uns selber das Leben schwer und konnten den ersten Satz äusserst knapp mit 11:9 verbuchen. Satz zwei und drei traten wir etwas souveräner auf, vor allem in der Abwehr liessen wir uns nicht mehr so leicht überrumpeln, aber im Angriff hatten wir weiterhin Mühe. Dennoch konnten wir die Sätze mit 11:6 und 11:8 verbuchen, auch Dank gütiger Mithilfe des Gegners.
Schlieren – Embrach 3:0 (11:9, 11:6, 11:8)
Somit hatten wir unser Soll erfüllt und konnten nur noch auf ein Patzer von Wigoltingen hoffen. Tatsächlich taten sich die Thurgauerinnen gegen die jungen Jonerinnen sehr schwer. Seit der Selektion für die WM scheint Jona wie verwandelt. Der Glaube an den Sieg und der Wille für einander zu kämpfen ist zurückgekehrt. Dies musste auch Wigi zu spüren bekommen. Nach einem Zweisatzrückstand drehte Jona die Partie und bodigte Wigi mit 3:2. Dank dieser Schützenhilfe schafften wir den Sprung an die Tabellenspitze und somit den direkten Finaleinzug!
Für FBS Schlierenen spielten: Melissa Steiner, Tabea Estermann, Monika Thalmann, Patricia Koruna, Michelle Fedier, Simone Estermann
Coach: Sabine Pfister




