D1: Harziger Start nach Sommerpause
In den beiden Partien gegen Wigoltingen und Amsteg ging es um eine Vorentscheidung im Kampf um den Vorrundensieg und somit um den direkten Finaleinzug. Trotz vielen Einsätzen mit der Nationalmannschaft und der Teilnahme an den Turnieren Jona und Widnau, präsentierten wir uns nicht in Topform und gingen mit einem Sieg und einer Niederlage mit gemischten Gefühlen nach Hause.
Ein Bericht von Simone Estermann
Im ersten Spiel gegen Amsteg schien alles für uns zu laufen. Wir kamen in der Abwehr nur wenig unter Druck und hatten das Spielgeschehen sicher im Griff. Auch der eine oder andere grobe Patzer brachte uns nicht aus der Ruhe. In kritischen Situationen half uns Amsteg meist mit einem Eigenfehler. So holten wir uns den ersten Satz ungefährdet mit 11:5. Im zweiten Satz nahm Amsteg einen Wechsel im Angriff vor. Die neue Schlagfrau setzte uns von Beginn an unter Druck und machte uns mit variantenreichem Spiel das Leben schwer. Wir unsererseits liessen den letzten Willen und die Konsequenz vermissen, um einem solchen Gegner Paroli bieten zu können. Die Angriffe waren nur selten angriffig und in der Abwehr fehlte uns der bedingungslose Kampf um jeden Ball und die Flexibilität. So gingen die Sätze 2 und 3 diskussionslos an Amsteg. Mit dem Rücken zur Wand konnten wir uns noch leicht steigern und hatten nun vermehrt einen guten Spielaufbau, konnten diese Bälle aber zu wenig in Punkte ummünzen. Dies wäre nötig gewesen um das Spiel noch drehen zu können, denn in der Abwehr zeigten wir weiterhin Schwächen. So kam es wie es kommen musste, auch Satz vier ging verloren und somit die Partie mit 1:4.
Im zweiten Spiel gegen Wigoltingen zeigte sich bei Beginn das gleiche Bild. Vor allem vorne fehlte die Konsequenz bei der Defensivarbeit und Wigoltingen nutzte dies immer wieder mit kurzen und halblangen Bällen aus. Auch die Zuspiel liessen zu wünschen übrig, mit leichtem Rückenwind setzten wir gleich 3 Zuspiele in Serie über die Leine. So war natürlich gegen diesen Gegner nichts zu holen und der Satz ging deutlich mit 4:11 verloren. Dieses krasse Resultat weckte uns aus unserer Lethargie, so konnte es nicht weitergehen. Tatsächlich, im zweiten Satz entdeckten wir das Faustball spielen. Die Abwehr übernahm mehr Verantwortung und hatte das Prädikat Abwehr nun auch verdient. Der Angriff wurde mutiger, vor allem die Services waren druckvoller. So hielten wir in Satz zwei gut mit. Drei unnötige Eigenfehler zu viel brachten uns um diesen Satz, aber wir wussten nun dass etwas möglich wäre. Guten Mutes starteten wir in den dritten Satz. Endlich kam auch aus dem Angriff der nötige Druck, so dass Wigoltingen vermehrt mit Defensivarbeit beschäftigt war und sich im Spielaufbau schwerer tat. So wurde unsere Abwehr entlastet, die dadurch immer mehr zu ihrer gewohnten Sicherheit fand und nun auch gut geschlagene Bälle parierte. Mit 11:7 holten wir uns Satz 3. Nun spielten wir weiter munter auf. Auch ein Servicewechsel beim Gegner konnte uns nicht stoppen, mit 11:7 holten wir uns Satz 4 und somit den Satzausgleich zum 2:2. Der entscheidende Satz gestaltete sich von Beginn an ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, bei 6:5 für uns wurden die Seiten gewechselt. Auch danach war es ein hin und her, bis zum Stand von 10:9 und dem ersten Matchball für uns. Mit einem Serviceaus schenkte uns der Gegner den letzten Punkt. Somit wurde unsere kämpferische Leistung mit einem 3:2 Sieg belohnt. Ein versöhnlicher Abschluss für einen harzigen Start in den Saisonendspurt.
Wir stehen nun punktgleich mit Wigoltingen an der Tabellenspitze, können die Thurgauerinnen aber wegen der schlechteren Direktbegegnung nicht mehr aus eigener Kraft einholen.
Für FBS Schlieren spielten: Melissa Steiner, Monika Thalmann, Tabea Estermann, Patricia Koruna, Michelle Fedier, Simone Estermann




