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F1: Auf und Ab am Heim-Europacup

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Mit einer schlechten Leistung mussten wir uns am Samstag im Halbfinale gegen den deutschen Meister aus Ahlhorn diskussionslos mit 4:0 geschlagen geben. Mit einer kometenhaften Leistungssteigerung konnten wir am Sonntag aber unser Potenzial abrufen und wurden für die kompakte Mannschaftsleistung mit Bronze belohnt.

F1: Auf und Ab am Heim-Europacup

Patricia Koruna

Ein Bericht von Simone Estermann

Ahlhorn, eine der erfolgreichsten Clubmannschaften der letzten Jahre, war der klare Favorit im Halbfinale. Normalerweise mögen wir die Rolle des Underdogs, man kann ohne Druck aufspielen da man nichts zu verlieren hat. So schworen wir uns dem Gegner alles abzuverlangen und den grossen Favoriten vor eine Herausforderung zu stellen. Es kam ganz anders. Wir spielten gehemmt. Die Abwehrarbeit war nicht konsequent, es fehlte das Vertrauen Verantwortung auf dem Feld zu übernehmen. Ahlhorn ihrerseits spielte sehr solide, machte keine eigenen Fehler und nutze unsere Passivität rigoros aus. Das erste Satzresultat war brutal, 1:11. Das kann ja nur noch besser werden. Und wurde es auch, immerhin ein bisschen. Aber es fehlte weiterhin die Entschlossenheit in der Abwehr und im Angriff, so dass wir zu keiner Zeit in der Lage waren den deutschen Meister etwas zu ärgern. Das Spiel ist schnell erzählt, mit 1:11, 5:11, 2:11 und 5:11 hatten wir nie den Hauch einer Chance und verloren diskussionslos 4:0, da wir zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd unsere Leistung abrufen konnten.

Die Enttäuschung ab der eigenen Leistung war riesig. Das darf doch nicht wahr sein, den Saisonhöhepunkt  vor eigenem Publikum so zu verpassen. Nun galt es die Delete-Taste im Hirn zu finden, denn das Spiel musste so schnell wie möglich aus den Köpfen gelöscht werden. Eine Medaille war das Ziel und diese Chance hatten wir weiterhin. Doch dazu brauchte es eine deutliche Leistungssteigerung, das war uns bewusst.

Vielleicht war es das feine  Nachtessen am Samstagabend von unserer Küchencrew oder das gemeinsame Frühstück am Sonntagmorgen. Jedenfalls schien der Frust des Samstagspiels in Kampfgeist umgewandelt worden zu sein. Wir starteten engagiert in das Spiel um die Bronzemedaille gegen Neusiedl, die am Vortag ebenfalls eine Kanterniederlage hinnehmen mussten. Wir nahmen das Spieldiktat von Beginn an in die Hand. Die Abwehr stand sehr solide und war auch viel agiler im Vergleich zum Vortag. Auch der Angriff zeigte nun Spielwitz und spielte mit dem Gegner Katz und Maus. So macht Faustball Spass! Unser Auftritt wurde mit einem 11:3 Satzsieg belohnt. Nun galt es den Schwung mitzunehmen in den zweiten Satz. Auch das klappte hervorragend. Zwar liessen wir Neusiedl nach einem 5:2 Vorsprung nochmals herankommen, setzten aber rechtzeitig zum Zwischenspurt an und erspielten uns einen 10:5 Führung. Den Satzsieg schon fast auf sicher nistet sich nun der Schlendrian in unser Spiel ein. Neusiedl kam Punkt um Punkt heran. Beim 10:8 gelang uns dann der Befreiungsschlag zum 11:8.

Wir waren also gewarnt, nachlassen wird sofort bestraft. Also galt es wieder mit voller Konzentration in den dritten Satz zu starten. Das klappte hervorragend. Schnell setzten wir uns mit 9:4 ab. Doch dann liessen wir wieder nach und Neusiedl kam bis zum 9:8 heran. Ein Leinefehler des Gegners wurde von der Schiedsrichterin zwar gepfiffen, aber nach Einspruch des österreichischen Trainers dann doch nicht gegeben, sie habe den Leinenfehler nicht gesehen und daher zu Unrecht gepfiffen. Wir waren nun natürlich verärgert, war das doch ein sehr wichtiger Punkt. In der Folge spielten wir wieder aggressiver, übernahmen das Spieldiktat und erkämpften uns verdient den 11:8 Satzsieg.

Der vierte Satz gestaltete sich ausgeglichen. Die Führung wechselte immer wieder hin und her. Beim Stand von 10:8 hatten wir den ersten Matchball, doch Neusiedl konterte mit einem schönen Angriff, 10:9. Mit einem Ball ins Seiten-Aus der Österreicherinnen wurden wir erlöst. Die Freude ab der Bronzemedaille war riesig und natürlich auch die Freude ab unserer eigenen Leistung.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die in irgend einer Form zu diesem erfolgreichen Anlass beigetragen haben, sei es als fleissige Helfer, als Fan an der Seitenlinie oder beides!!

Für STV FBS Schlieren spielten: Tabea Estermann, Michelle Krautter, Alessa Krautter, Sabine Pfister, Michelle Fedier, Patricia Koruna, Friederike Wilke, Simone Estermann
Verletzt: Melissa Steiner, Coach: Marcel Eicher

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