F1: Ein Europapokal mit Ups and Downs
In der Vorrunde zeigten wir eine starke spielerische Leistung, hatten aber immer wieder kleine Zwischentiefs die auf diesem Niveau über Sieg und Niederlage entscheiden. So verpassten wir äusserst knapp den Einzug in das Halbfinal. In den Platzierungsspielen war die Luft etwas draussen, am Ende blieb Rang 6.
Ein Bericht von Simone Estermann
Gestartet sind wir in den EP mit zwei schlechten Nachrichten: Tabea litt an einer Magendarmgrippe und konnte nicht mitkommen. Freddy hatte immer noch ein Rückenleiden von ihrem Zusammenprall mit Michelle und ein Einsatz war fraglich. So reisten wir dezimiert nach Oberösterreich aber fest entschlossen das Beste aus uns herauszuholen.
Das erste Spiel gegen Linz Urfahr gestaltete sich äusserst ausgeglichen auf hohem Niveau. Jeder Satz war hart umkämpft und passend dazu musste der fünfte Satz über den Sieg entscheiden. Wir erwischten den besseren Start und konnten uns sogar mit 8:5 absetzen. Leider fehlte uns dann etwas der Mut im Angriff. Hinzu kamen einige ungenauen Aktionen in der Abwehr so dass sich Linz Punkt um Punkt erspielen konnte und wir am Schluss mit 9:11 den Satz und somit das Spiel abgeben mussten.
Schlieren - Linz-Urfahr 2:3 (11:8, 13:15, 11:9, 9:11, 9:11
Zeit um den Frust zu verarbeiten blieb nicht viel, schon wartete mit Moslesfehn der nächste Gegner und auch ein wichtiges Spiel um den Einzug ins Halbfinale. Wir starteten fulminant. Doch leider vermochten wir das Niveau nicht zu halten. Es war ein Spiel mit Ups and Downs, passend zum Wetter das mit Regen, Sonnenschein, Hagel und Wind sich von allen Seiten zeigte. Wieder musste der fünfte Satz über den Sieg entscheiden. Beim Stand von 6:5 wechselten wir die Seiten. Leider bekundete unsere Abwehr auf einmal grosse Mühe mit dem nassen Boden und Moslesfehn konnte nach belieben punkten. So hatten wir wieder das Nachsehen und das Halbfinale war verpasst.
Schlieren - Moslesfehn 2:3 (11:5, 8:11, 11:6, 9:11, 8:11
Obwohl der Frust über den verpassten Halbfinaleinzug gross war, konnten wir uns für das letzte Gruppenspiel gegen Neusiedl nochmals motivieren. Wir zeigten erneut eine gute Leistung und wurden diesmal auch mit dem Sieg belohnt.
Schlieren - Neusiedl/Zaya 1:3 (11:8, 11:5, 6:11, 12:10)
So blieben am Sonntag noch die Rangspiele. Das erste bestritten wir gegen Bozen, dem schwächsten Team im Feld. Obwohl nie richtig auf Touren kamen, konnten wir das Spiel mit 3:0 gewinnen. Im Spiel um Platz 6 hiess unser Gegner wieder Neusiedl. Die 14 Sätze vom Vortag hatten ihre Spuren hinterlassen. Wir waren häufig einen Schritt zu spät. Dennoch entwickelte sich wieder eine ausgeglichene Partie. Wir konnten aber nicht mehr ganz an die Leistung vom Vortag anknüpfen und mussten heute den Sieg dem Gegner überlassen.
Schlieren - Bozen 3:0 (11:8, 11:8, 11:6
Schlieren - Neusiedl/Zaya (Oe) 1:3 (7:11, 12:10, 9:11, 9:11)
Fazit: Wir zeigten eine sehr gute Leistung, mit viel Spielfreude und Kampfgeist. Leider brachten wir uns durch Unkonstanz selber um den verdienten Lohn. Auch der Ausfall von Tabea und Freddy wurden gut weggesteckt und durch Topeinsatz kompensiert. Das alles war aber nur Nebensache, am Ende des letzten Spiels verletzte sich Melissa und musste ins Spital gebracht werden mit Verdacht auf Hüftaus- und Einrenkung. Sie musste eine Nacht im Spital verbringen, ist in der Zwischenzeit aber wieder in der Schweiz. Ein MRI muss nun Klarheit schaffen, was sie hat und wie es weitergehen soll. Wir wünschen ihr auf diesem Weg gute Besserung und dass sie bald wieder auf die Beine kommt!!! Vielen Dank auch an Mi, die ihr Österreichaufenthalt noch um eine Nacht verlängert hat, damit Melissa am Montag nach Hause reisen konnte!
Für FBS Schlieren spielten: Simone Estermann, Michelle Fedier, Patricia Koruna, Melissa Steiner, Sabine Pfister, Michelle Krautter, Friederike Wilke, Marcel Eicher (Coach)
Tabea Estermann (krank)




