F1: Grosses Kämpferherz mit Silber belohnt
Am vergangenen Wochenende erkämpfte sich das F1 bei sommerlichem Wetter in einem Fünfsatzkrimi gegen Jona den Finaleinzug. Im Grande Finale war Embrach dann eine Nummer zu gross. Wir fanden nie ins Spiel und konnten so gegen ein starkes Embrach nichts ausrichten.
Ein Bericht von Simone Estermann
Bei hitzigen Temperaturen entwickelte sich gegen Jona von Beginn an ein ausgeglichenes Halbfinale. Wir hatten Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. In der Defensive bekundeten wir Mühe, was Unruhe in den Spielaufbau brachte. Auch unser Angriff kam nie richtig in Schwung. Zu wenig Druck im Service und Rückschlag konnte die starke Joner Defensive nicht ausreichend fordern. Da Jona aber sehr fehleranfällig agierte, konnte sich kein Team absetzen. In der Verlängerung hatten wir die besseren Nerven und holten uns den ersten Satz mit 14:12. Im zweiten Satz übernahm Jona das Spieldiktat. Wir machten uns mit ungenauen Abnahmen und Zuspielen das Leben selber schwer. Mit 6:11 ging dieser Satz verloren. Gleiches Bild im dritten Satz. Jona erspielte sich einen Vorsprung und hielt diesen bis zum Satzball. Da vermochten wir uns nochmals zu steigern und kämpften uns bis auf einen Punkt heran, ehe ein zu weites Zuspiel Jona den zweiten Satzgewinn brachte. Wir konnten den Schwung der Aufholjagd in den dritten Satz mitnehmen. Von Beginn an hatten wir das Spielgeschehen im Griff. 11:6 Satzsieg und Ausgleich zum 2:2. Somit musste der fünfte Satz entscheiden, wer am Sonntag gegen Embrach um den Titel spielen kann. Wir verpassten den Start in den letzten Satz komplett. Jona spielte gross auf und erspielte sich eine 9:5 Führung. Doch dann spielten die Nerven den jungen Spielerinnen einen Streich. Sie agierten nervös, während wir nun sehr solid auftraten. Jona musste mehrmals anlaufen, scheiterte aber immer wieder an unserer Abwehr. So kämpften wir uns Punkt um Punkt heran und Jona kam immer mehr ins Zittern. Als dann noch die Zuspielerin mit einem Wadenkrampf vom Feld musste, verloren die jungen Spielerinnen komplett die Nerven. Das war unsere grosse Chance das Unmögliche noch Möglich zu machen. Mit 12:10 drehten wir den Match. Erneut konnten wir uns mit grossem Kämpferherz aus einer aussichtslosen Lage befreien, eine super Teamleistung.
Jona - Schlieren 2:3 (12:14, 11:6, 11:9, 6:11, 10:12)
Nun hatten wir die grosse Chance, am Sonntag um den Titel zu spielen. Wir nahmen uns viel vor, beherzt wollten wir auftreten und um jeden Ball kämpfen. Leider sah es in der Realität anders aus. Im Angriff stimmte das Timing nicht und so konnten wir Embrach zu wenig unter Druck setzen. Embrach ihrerseits spielte solide aus der Abwehr und punktete immer wieder mit langen Bällen über die Mitte. Wir fanden dagegen kein Mittel, unsere Abwehr war im Finale zu wenig agil. Im dritten Satz kamen wir etwas besser ins Spiel, aber da der nötige Druck im Angriff nicht konstant war und die Abwehr neben guten Aktionen immer wieder Fehler einstreute, reichte das nicht um Embrach ernsthaft zu gefährden. Somit mussten wir nach einer klaren 3:0 Niederlage Embrach zum verdienten Titel gratulieren. Auch wenn die Enttäuschung ab der eigenen Leistung gross war, so ist Silber in dieser Saison sicher ein Erfolg.
Embrach - Schlieren 3:0 (11:3, 11:6, 11:8).
Fazit: Diese Medaille ist der verdiente Lohn für eine sehr kämpferische und engagierte zweite Saisonhälfte. In einer solchen Mannschaft zu spielen macht Spass und es zeigt was möglich ist, wenn alle am gleichen Strick ziehen!!! Ich bin stolz auf Euch und die Silbermedaille, auch wenn im Finale nicht alles gepasst hat, aber nach dem missglückten Saisonstart überhaupt noch dorthin zu kommen hätten nicht mehr viele Teams geschafft!!
An dieser Stelle vielen Dank allen Fans die uns am Finalweekend in Jona und während der gesamten Saison unterstützt haben!!!!!
Schlussrangliste: 1. Embrach (Schweizermeister Feld 2011). 2. Schlieren. 3. Jona. 4. Oberentfelden-Amsteg. 5. Diepoldsau. 6. Kirchberg (Absteiger). Aufsteiger aus der NLB ist Höchst.
Es spielten für FBS Schlieren 1: Simone Estermann, Tabea Estermann, Michelle Fedier, Sabine Keller, Patricia Koruna, Michelle Krautter, Melissa Steiner, Friederike Wilke, Marcel Eicher (Coach)




