F1: Knapp Gold verpasst
Nach aufopferungsvollem Kampf mussten wir uns nach zwei Stunden im entscheidenden Satz mit 11:9 geschlagen geben. Auch wenn wir lange vom Titel träumen durften, können wir mit Stolz auf die Saison zurückblicken. Mit Wigoltingen hat sich am Schluss das Team durchgesetzt, dass etwas mehr Konstanz zeigte.
Ein Bericht von Simone Estermann
Es war ein Spiel auf Biegen und Brechen was auch die Satzresultate zeigten. Wigoltingen erwischte den besseren Start, wir spielten noch etwas mit angezogener Handbremse. 6:11 ging der erste Satz an die Thurgauerinnen. Mit dem Wind im Rücken spielten wir nun mutiger auf, standen defensiv solide und konnten unseren Angriff immer wieder optimal lancieren. Mit variantenreichen Angriffen auf die vorderen Positionen setzten wir Wigoltingen unter Druck und holten uns Satz zwei mit 11:7.
Danach egalisierten sich die beiden Teams gegenseitig, keine Mannschaft konnte sich absetzen und es kam jeweils zum Showdown gegen Satzende. Der Schlüsselsatz war im Nachhinein Satz 4. Wir führten in Sätzen mit 2:1 und hatten Satzball. Die sonst so überzeugende Abwehr, zeigte nun auf der rechten Flanke einen unerklärlichen Einbruch. So konnte der Gegner 4 Punkte in Serie relativ einfach buchen und wir mussten den Satz mit 10:12 abgeben und statt der 3:1 Satzführung hiess es nun 2:2.
Trotzdem bäumten wir uns nochmals auf, legten wieder einen Satz vor. Wigoltingen wusste aber zu kontern uns so musste der 7te Satz über Sieg oder Niederlage entscheiden. Nach einem sehr guten Start mit einer 3:0 Führung gewann Wigoltingen etwas die Oberhand. Beim Stand von 7:6 für die Thurgauerinnen wurden die Seiten gewechselt. Wigoltingen konnte nachsetzen, holte sich mit 10:7 die ersten Matchbälle. Obwohl vor allem unsere Angreiferin auf dem Zahnfleisch lief, was nach 2 Stunden Service und Rückschlag auch verständlich war, bäumten wir uns nochmals auf und konnten mit zwei schönen Punkten bis zum 10:9 aufholen. Mit einem langen Ball versetzte uns Wigoltingen dann den K.O.-Schlag und bejubelte den ersten Meistertitel in ihrer Clubgeschichte.
Schlieren - Wigoltingen 3:4 (6:11, 11:7, 11:8, 10:12, 13:11, 8:11, 9:11).
Auch wenn eine solche Niederlage sicherlich schmerzt, können wir mit stolz auf dieses Finale zurückblicken. Die Hypothek mit nur einer Angreiferin wurde in diesem 2stündigen Marathonmatch gegen Ende sicher etwas zu gross, vor allem da der Spielaufbau nicht immer optimal funktionierte. Insgesamt war der Service zu wenig druckvoll, so dass unsere Abwehr immer unter Druck kam. So hatten wir auch vermehrt Mühe mit einem guten Spielaufbau, was wiederum sehr kräfteraubend war für unsere Hauptangreiferin. Trotzdem steckten wir zu keinem Zeitpunkt auf und zeigten eine kämpferische, geschlossene Mannschaftsleistung bis zum bitteren Ende.
An dieser Stelle vielen Dank auch allen mitgereisten Fans, ihr habt uns in diesem Finale toll unterstützt!!!
Es spielten für FBS Schlieren: Monika Thalmann, Patricia Koruna, Tabea Estermann, Melissa Steiner, Michelle Fedier, Simone Estermann, Coach: Marcel Eicher, Sabine Pfister




