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H1: Licht und Schatten wechseln wie der Wind

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Die NLB-Faustballer vom STV Schlieren besiegten bei der Heimrunde Würenlos, gingen gegen Aufsteiger Root aber leer aus. Sieg und Niederlage lagen bei den Faustballern vom STV Schlieren nahe beisammen. Überzeugten sie im ersten Spiel noch mit Präzision und guten Spielzügen, brach ihre Leistung gegen Root frappant ein.

H1: Licht und Schatten wechseln wie der Wind

Manuel Vogel

Ein Bericht von Aline Toch/Sonntag LiZ

Die ersten beiden Sätze brachten die Schlieremer NLB-Fausballer gegen ein zahmes Würenlos ohne grosse Probleme ins Trockene. Mit präzisen Anspielen und einigen schönen Spielkombinationen holte sich das Heimteam beide Satzgewinne. Kurz und schmerzlos wollten die Limmattaler eigentlich auch im dritten Satz ihr Spiel durchziehen, doch da hatten sie die Rechnung ohne die Gäste aus dem Aargau gemacht. Würenlos wehrte sich und zog rasch einmal mit vier Punkten Vorsprung davon. Da half auch die spektakuläre Rettungsaktion von Rolf Bühler nichts: «Es ist nicht leicht, heute zu spielen, der Wind funkt uns immer wieder dazwischen. Daher sind dann solche Aktionen nötig.» Bevor Würenlos vollends davonzog, nahm Schlieren ein Time-out. Und es wirkte. Der Rückstand der Aargauer schmolz zusammen, die Limmattaler hatten das Steuer zur rechten Zeit herumgerissen und fuhren damit den Satz- und gleichzeitig auch den Spielsieg ein.

Ein Sieg war also bereits gesichert, Zeit, um zurückzulehnen? Nein: «Wir wollen auch gegen Root gewinnen», erklärte Bühler, der für diese beiden Spiele gleichzeitig Spieler und Ersatztrainer war. «Wir sind ein eingespieltes Team, daher können wir auch ohne Trainer gewinnen. Aber optimal ist es natürlich nicht.»
Liganeuling Root war für Schlieren bis anhin ein unbeschriebenes Blatt Papier. Umso gespannter war man auf den Auftritt der Luzerner. Dieser durfte sich durchaus sehen lassen, denn nach dem ersten Verlustsatz führte Root das Heimteam phasenweise regelrecht vor. Jede Lücke wurde gnadenlos ausgenutzt. Schlieren kam immer häufiger den entscheidenden Schritt zu spät und musste das Spiel nach vier Sätzen und einem letzten Aufbäumen verloren geben.
Zu clever hatte der Gast gespielt. «Root hat uns überrascht, mit einer solch guten Leistung hatten wir nicht gerechnet», gab Manuel Vogel, einer der jungen Schlieremer, zu. «Sie haben uns unsere Fehler vor Augen geführt, jetzt wissen wir, woran noch gearbeitet werden muss», ergänzt Sandro Hunziker. Da wären vor allem eine bessere Chancenauswertung und weniger Eigenfehler zu nennen, denn genau das verhinderte den Limmattaler Doppelsieg.

Trotz der Niederlage blicken die Schlieremer positiv in die Zukunft: «Wir sind ein eingespieltes Team, haben Routine und verfügen über junge, motivierte Spieler», sagte Bühler. Das Saisonziel Ligaerhalt sollte, laut Bühler, machbar sein. «Unseren Kampfgeist müssen wir in die nächsten Spiele mitnehmen. Damit lässt sich so manches erreichen», sind sich Vogel und Hunziker einig.

Es spielten für FBS Schlieren 1: Oliver Estermann, Sandro Hunziker, Manuel Vogel, Marcel Gertsch, Rolf Bühler

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