H1: Minimalziel erreicht
An der NLB Runde vom vergangenen Samstag waren die Schlieremer Gäste in Tecknau und mussten sich gegen den Gastgeber, sowie Schlossrued behaupten. Es lief nicht alles nach Plan. Das Minimalziel konnte aber erreicht werden.
Ein Bericht von Marcel Liebi
Auch diese Runde musste sich die erste Mannschaft der Herren erneut Unterstützung von Ehemaligen holen, auch dieses Mal waren es wieder gleich zwei Positionen. Dany Sommer und Marcel Liebi versuchten, das Team so gut wie möglich zu unterstützen, von der Stammmannschaft waren Rolf Bühler, Manuel Vogel und Sandro Hunziker mit von der Partie.
Im ersten Spiel durften die Limmattaler gleich gegen den motivierten Gastgeber Tecknau ran. Auf noch nassem Rasen versuchten die Schlieremer gleich von Beginn weg Druck zu machen und konnte ein paar schöne Punkte für sich verbuchen. Doch auch Tecknau gelangen vor allem aus der Angabe einige Punkte, wobei davon ein paar auf devensive Mängel der Gäste hindeuteten. Jedenfalls waren die Schlieremer stets ein bis zwei Punkte vorne, konnten sich aber nicht richtig absetzen. Mit starken Anspielen vermochte Sandro Hunziker die Limmattaler immer wieder ein bisschen Luft zu verschaffen, so dass Schlieren schliesslich den ersten Satz knapp mit 12:10 für sich entscheiden konnten.
Nach dem Seitenwechsel schienen die Limmattaler ein wenig aus dem Konzept geraten zu sein. Die Defensive zeigte ungewohnt viele Unsicherheiten, die Zuspiele waren auf dem schwierigen Boden zu wenig präzise und auch die Angriffsbälle waren nicht mehr von nötiger Stärke. Schlieren versuchte zwar, sich ins Spiel zurückzukämpfen, doch zu viele individuelle Fehler verhinderten einen Exploit. So mussten die Limmattaler den zweiten Satz mit 8:11 an die Gastgeber abgeben.
Entschlossen, sich zu fangen und die Fehlerrate zu reduzieren, gingen die Limmattaler im dritten Satz ans Werk. Das Vorhaben gelang mittelmässig und so gestaltete sich dieser Abschnitt äusserst umkämpft. Die Schlieremer machten sich mit der mageren Chancenauswertung selbst das Leben schwer, erlaubten dem Gegner zu oft, selbst Druck aufzubauen. Und auch in diesem Satz waren es wieder die druckvollen Anspiele von Sandro, die Schlieren im Spiel hielten. Dank seinen Angaben konnten sich die Limmattaler schlussendlich den Satz mit 15:14 sichern.
Der vierte Satz brachte nichts Neues. Schlieren lag stets mit ein bis zwei Bällen vor und haderte vor allem mit sich selbst. Nach einer 9:5 Führung schien bei Schlieren plötzlich der Faden gerissen. Tecknau konnte zwei schöne Punkte verbuchen, kombiniert mit einigen unnötigen Eigenfehlern der Gäste stand es plötzlich 10:9. Auch hier bewies Sandro wieder seine Stärke und verwertete den überfälligen Matchball aus der Angabe. Somit war das Minimalziel erreicht, die zwei geforderten Punkte im Trockenen.
Gleich anschliessend trafen die Limmattaler auf Schlossrued, ein Gegner der Schlieren nur mässig liegt. Das Spiel gestaltete sich praktisch identisch zum Auftaktspiel. Oft konnten die Limmattaler den eigenen Angriff nicht in einen Punkt verwandeln, so dass der Gegner sein Spiel aufbauen konnte. Das Spiel wogte hin und her, doch am Ende konnten sich die Aargauer mit 14:15 durchsetzen. Schlieren wollte reagieren. Irgendwie schien dies aber nicht zu klappen. Auch in diesem zweiten Satz lief vieles nicht nach Plan. Fazit 7:11 für Schlossrued. Im dritten Satz spielten die Limmattaler gleich von Beginn weg mit Sandro Hunziker am Schlag, der sowohl Angriff, wie auch Angabe machte. Dieser Wechsel war als taktische Massnahme bereits gegen Ende des zweiten Satzes versucht worden, jetzt erhofften sich die Schlieremer definitiv Erfolg davon. Gegen ein Schlossrued, das eine kompakte Abwehr zeigte und in der Offensive auch von den unnötigen Fehlern der Limmattalern profitierte, konnte aber auch die Änderung in der Aufstellung der Schlieremer nicht genug bewirken. So verloren unsere Mannen auch den dritten Satz wieder knapp mit 9:11.
Es zeigte sich in diesen beiden Spielen wieder klar, dass Schlieren vor allem in der Offensive noch einen Zacken zulegen muss, wollen sie sich genügend Luft gegen die hintersten Tabellenplätze verschaffen. Schlieren steht nun an drittletzter Stelle, zwei Punkte hinter Deitingen und zwei Punkte vor Tecknau und Schlossrued.
Es spielten für FBS Schlieren 1: Manuel Vogel, Rolf Bühler, Dany Sommer, Sandro Hunziker, Marcel Liebi




