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M1: Finalrunde oder Abstiegskampf?

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Vor der Runde vom vergangenen Sonntag war alles möglich. Die NLB, ausgeglichen wie selten, konnte praktisch jedes Team noch in den Abstiegskampf reissen. So war es auch für Schlieren wichtig, Punkte zu holen um sich noch für die Finalrunde zu qualifizieren.

Ein Bericht von Marcel Liebi

In Neuendorf traf man zunächst auf das junge Team aus Oberwinterthur. Schlieren legte einen kapitalen Fehlstart hin, der Auftakt in diese wichtige Runde schien misslungen. Denn nullkommanichts waren die Limmattaler mit vier Punkten im Rückstand, bald stand es gar 10:6. Die erfahrene Schlieremer Truppe stellte sich mental schon fast auf den zweiten Satz ein, doch urplötzlich bekamen die Mannen aus Schlieren Hilfe der Winterthurer. Viele Fehler der Führenden und konzentrierteres Werken der Limmattaler ermöglichten Schlieren, Punkt für Punkt aufzuholen. Bald war Schlieren zum 10:10 aufgerückt und bei Oberwinterthur flatterten merklich die Nerven. Schlieren kam seinerseits besser in Fahrt und nutzte die beiden nächsten Angriffe gnadenlos aus. Der also bereits verlorengegebene Satz konnte doch noch Dank grosszügiger Hilfe des Gegners mit 12:10 gewonnen werden.
Schlieren fand daraufhin immer besser in die Partie, die Spieler wurden immer sicherer und die Abläufe kamen in gewohntes Niveau. So konnten sich die Limmattaler dann im zweiten Satz relativ locker mit 11:7 durchsetzen und im dritten Abschnitt lief alles für Schlieren. Erst beim 8:0 gelang es Oberwinterthur, mit einem kurzen Ball den ersten und auch einzigen Punkt in diesem Satz zu erzielen. So durfte Schlieren die wichtigen zwei Punkte mit einem klaren 3:0 Sieg für sich verbuchen.

Nach langer Pause standen den Limmattalern die Mannen aus Elgg-Ettenhausen gegenüber. Beide Teams würden sich mit einem klaren Sieg (3:0) den Spitzenplatz in der Tabelle sichern können. So waren auch beide Seiten hochmotiviert.
Schlieren hatte auch hier anfangs wieder mit Konzentrationsschwierigkeiten zu kämpfen. So war der erste Satz hart umkämpft, Schlieren konnte sich nach einer kurzen Aufholjagd aber mit 15:13 durchsetzen. Im zweiten Satz spielte Elgg-Ettenhausen aber absolut kompakt auf und im Gegenzug machten die Mannen aus Schlieren zu viele unerzwungene Fehler. 4:11 für Elgg-Ettenhausen war ein klares Verdikt. Schlieren erhöhte das Risiko und die Konzentration nochmals und wurde sogleich belohnt. Elgg machte unter Druck auch Fehler, was die Limmattaler aufbaute. Es gestaltete sich ein Spiel auf höchstem NLB Niveau. Den dritten Satz konnte nach einigem Hin und Her Schlieren mit 11:9 knapp für sich entscheiden. Die hochstehende Partie entwickelte sich zu einem Thriller, denn Elgg-Ettenhausen erzwang den fünften Satz mit einem 7:11 Sieg im vierten Satz. Schlieren musste in diesem letzten Satz in der Offensive einen Wechsel vornehmen, worauf die Limmattaler zu lange brauchten, um sich auf die neue Konstellation einzustellen. Elgg-Ettenhausen erspielte sich einen kleinen Vorsprung. Doch Schlieren kämpfte um jeden Ball, doch schlussendlich vermochten sie das Steuer nicht mehr herumzureissen. Mit 8:11 entschied Elgg-Ettenhausen den letzten Satz und somit das Spiel für sich.

Da Elgg aber 3:2 gesiegt hatte, reichte es ihnen nicht für den ersten Platz der NLB, sie mussten Oberwinterthur den Vortritt lassen. Schlieren ist mit 8 Punkten aus 7 Spielen auf dem vierten Zwischenrang klassiert und somit für die Finalrunde qualifiziert.

Am 6.2.2011 findet in Olten die Finalrunde statt, wobei die Mannen aus Schlieren ein Plätzchen auf dem Podest anstreben.

Es spielten für FBS Schlieren 1: Marcel Kunz, Rolf Bühler, Oli Estermann, Ivo Meier, Patrick Nyffeler, Marcel Liebi
Krank: Adi Zimmermann

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