M1: Schlieren startet mit einem Nuller
Die Schlieremer haben in der 1. Runde der NLB Hallensaison drei Niederlagen kassiert. Wenigstens mit einem Gegner konnten sie mithalten.
Für Schlieren (im Bild Manuel Vogel) lag ein Punktgewinn meistens ausser Reichweite. Foto: Christian Boss
Ein Bericht von Michel Sutter (Limmattaler Tagblatt vom 21.11.11)
Für Schlieren hat die Hallensaison in der Nationalliga B denkbar schlecht begonnen. Mit 0 Punkten und 2:9-Sätzen beendeten die Limmattaler die erste Runde in Bonstetten und finden sich damit auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Richtig überrascht von den drei Niederlagen zeigt sich Captain Marcel Kunz allerdings nicht. «Gegen Oberentfelden darf man verlieren, die sind aus der NLA abgestiegen und enorm stark», gibt er zu bedenken. «Gegen Schaffhausen haben wir Lehrgeld bezahlt, wir waren alle sehr nervös.» Die knappe Niederlage gegen Oberwinterthur wurmt ihn hingegen.
Zu Recht. Denn die Schlieremer begannen gut und gewannen die ersten beiden Sätze – was allerdings auch am Gegner lag. Oberwinterthur beging in den ersten beiden Durchgängen viele Eigenfehler. Im dritten dann kaum mehr. Konsequenz: Schlieren verlor den Satz, verkrampfte sich im vierten Durchgang zusehends und musste in den Entscheidungssatz. «Im fünften Satz war die Stimmung dann gekippt», meint Kunz, «ich habe noch versucht, meine Mitspieler zu motivieren, doch das hat nichts mehr gebracht.» Dass Schlieren eine 2:0-Führung nach Sätzen noch verspielte, schreibt der Captain auch der fehlenden Erfahrung zu. «Wir sind einfach noch zu unerfahren, um ein solches Spiel dann nach Hause zu bringen.»
Von der 2. Liga direkt in die NLB
Der erfahrenste Spieler in den Schlieremer Reihen ist Kunz selbst. Er hat ursprünglich in jener Mannschaft mit den älteren Spielern gespielt, die sich in der Nationalliga B etabliert hatte. Diese wurde auf diese Saison hin mit dem Team der jüngeren Spieler ausgetauscht, die eigentlich in dieser Saison in der 2. Liga antreten müssten. Soll heissen: Die ehemalige erste Mannschaft Schlierens spielt jetzt statt in der NLB in der 2.Liga, während die eigentliche zweite Mannschaft den umgekehrten Weg machte.
«Wir spielen in dieser Saison klar gegen den Abstieg», meint denn auch Kunz. «Aber wir verfolgen trotzdem das Ziel, mindestens zwei, drei Spiele zu gewinnen.» Und vielleicht wird der Abstieg Ende Saison ohnehin kein Thema werden, denn momentan diskutiert man darüber, die Nationalliga B von jetzt 8 auf 12 Teams aufzustocken.




